17. Dezember 2017

So eine Art Tandem-Rikscha

Dieses Fahrzeug gehört dem Verein Bürger-Rikscha in Vaihingen. Hier können sich zwei Menschen drauf setzen und Rad fahren. 

Das Gefährt taugt damit auch für Menschen mit Behinderungen. Das Tandem hat gegenüber einer Rikscha, die auf einer Bank einen regungslosen Gast befördert, den Vorteil, dass es als Fahrrad gilt* und man damit auf Radwegen und Radstreifen fahren darf. Personenbeförderung (die von Erwachsenen) auf Rädern ist in Deutschland nämlich verboten. Das macht die Bürgerrikscha-Fahrten mit Gästen schwierig. Der Verein hat dafür zahlreiche Auflagen der Polizei zu beachten. Allerdings sehen Juristen das nicht so einfach, siehe unten*.

16. Dezember 2017

Fast 10 Millionen für den Radverkehr in den kommenden zwei Jahren

Die Haushaltsberatungen des Stuttgarter Gemeinderats sind zu Ende. Der Gemeinderat hat dabei auch mit großer Mehrheit einer Aufstockung des Radetats und zahlreichen Maßnahmen zur Unterstützung des Radverkehrs zugestimmt. 

Hier eine erste schnelle Information: Der Radetat wurde in den vergangenen Jahren schon erhöht. 2014 lag er bei 2,1 Millionen. Im Haushaltsvorschlag wurde der Etat nun auf  3,8 Millionen pro Jahr aufgestockt. Hinzu kommen 2,2 Millionen auf zwei Jahre, die die Grünen für konkrete Radinfrastrukturmaßnahmen, Winterräumung, Radabstellanlagen, Radparkhäuser und zur Förderung von Lastenrädern für Privatfahrräder gefordert haben.

14. Dezember 2017

Schön! - Neue Radwegführung im Schlossgarten

Hurra, die Brücke ist weg, die uns zu drei 90-Grad-Kurven zwang. Jetzt geht es am Planetarium einen zwar geschwungenen, aber breiten Radweg durch die S21-Baustelle. 

Die neue Streckenführung ist angenehm, vor allem gemessen daran, dass es ein Baustellenprovisorium ist. In Kurven, die nicht immer einsehbar sind, geht es zwischen dem Ferdinand-Leitner-Steg und dem Alten Reitweg (hinter dem Innenministerium) hin und her. Eine der meistbefahrenen Strecken Stuttgarts.

13. Dezember 2017

Was schenke ich?

Weihnachten droht. Ich habe mal nach Dingen gesucht, die neu und/oder praktisch sind. Innovationen sind nicht gerade häufig oder sehr teuer.

Mir sind zufällig im Lauf der Zeit aufgefallen ein Schloss, dass in die Sattelstütze integriert ist, immer wieder flache Pedale fürs urbane Radeln mit Ledersohlen oder innovative Anttriebe. Die Auswahl ist völlig zufällig und mit keinerlei Provisionen für mich verbunden. Sie ist auch eher als Ideensammlung zu verstehen. Man kann selber weiterrecherchieren, wenn man sich für ein Tool interessiert, und Varianten finden.

12. Dezember 2017

Vernünftige laufen im Winter, oder?

Also im Winter, bei Regen und Schnee, gar bei Eis, sollte man nicht mit dem Fahrrad fahren. Das meint der Stern in seinem Artikel mit dem Titel "Radeln bei Eis und Schnee? Nur für Profis!"

Welche "Profis" meint der Stern wohl? Pizza-Radfahrer, Fahrradboten und Rennradler? Egal. Der Artikel gefällt mir sogar, weil er nichts beschönigt, was das Radfahren im Winter schwieriger macht: gefährlicher und teuerer. Das Licht muss anständig sein, und ohne eine Markenlampe geht es nicht, die Reifen sollten gut sein, und für Eis braucht man ein Zweitrad mit Spikes (auf trockener Straße fährt man schlecht mit Spikes). Die Radwege sind selten geräumt, der Schnee auf die Radstreifen geschoben, und (Zitat:) "ein Ausweichen auf die Autofahrbahn ist aus Sicherheitsgründen aber nicht zu empfehlen, da bei Schnee oft nur schmale Fahrgassen zur Verfügung stehen und Konflikte mit Autos programmiert sind!"

10. Dezember 2017

Stammheim und Zuffenhausen und die Radfahrer

In Zuffenhausen und Stammheim wird nicht so viel Rad gefahren wie beispielsweise im Stuttgarter Westen oder im Kessel. 

Es gibt zwar hier und dort ein Radinfrastruktur, teilweise sogar eine gute, aber durchs Zentrum wurstelt man sich über schmale Schutzstreifen. Immer wieder wird den Radlern auch der Gehweg angeboten. Meistens dort, wo die Straßenbahnschienen verlaufen.

Auch hier gilt: Autoparkplätze schlagen die Radinfrastruktur. Schutzstreifen sind schmal und hören auch mal ganz auf.

8. Dezember 2017

Unsere Radinfrastrukur dient vor allem Autofahrern

Das Land der Scheinradwege, so betitelt die Märkische Allgemeine ein Interview mit dem Hamburger verkehrspolitischen Sprecher des ADFC, Stefan Warda.

Unsere Radwege und Radstreifen sind zu schmal und zu unsicher. Die Radinfrastruktur müsse endlich an die Radfahrenden angepasst werden. Sonst nützt sie nur den Autofahrern, weil man Radler von den Fahrbahnen verbannt.

Warda fährt übrigens auch in den Städten nicht entspannt Fahrrad, die bei uns als Fahrradstädte gelten, also Münster oder Freiburg. Denn auch dort, so seine Einschätzung, ist Radfahren stressig. Radwege, sind zu schmal und befinden sich im Türbereich parkender Autos. An Ampeln steht man zu lange, auf den Radstreifen parken Autos.

7. Dezember 2017

Neue Umfrage der TU Dresden

Die TU Dresden führt mal wieder eine Umfrage unter Radfahrenden durch. Es geht ums Fahrverhalten.

Behandelt werden Fragen, wie oft und wie viel man radelt, wie sicher man sich fühlt oder wie man sich in bestimmten Situationen verhält, ob man beispielsweise lieber auf dem Gehweg radelt oder auf der Fahrbahn. Man muss keineswegs ein Vielradler sein. Wichtig für die TU Dresden sind auch Menschen, die darüber Auskunft geben, was sie jeweils am Radfahren hindert.

Die Umfrage ist umfangreich und genau. Sie erfordert deshalb ein bisschen Zeit. Hier der Link zur Umfrage

6. Dezember 2017

Eine für Zweiradfahrer lebensgefährliche Straße in Degerloch

Eine Radfahrerin ist am 7. November beim Überqueren der Jahnstraße in Degerloch schwer verunglückt. 

Der Unfall geschah an einer ohnehin schwierigen Stelle dort, wo das Königsträßle die Jahnstraße kreuzt. Ein unfallträchtige Kreuzung, auch weil die Ampelanlage ungewöhnlich funktioniert.

Die Stuttgarter Zeitung hat über den Unfall unter dem Titel "E-Bike-Fahrerin bei Unfall schwer verletzt" berichtet, so als ob das Pedelc der entscheidende Faktor für den Unfall gewesen wäre. Wie der Unfall passiert ist, ermittelt die Polizei.
Die Darstellung der Zeitung, die sie vermutlich von der Polizei hat, ist mit einem "offenbar" versehen. "Die Fahrerin eines Elektrofahrrads wollte am Dienstag gegen 18.45 Uhr die Jahnstraße überqueren und übersah dabei offenbar den VW Lupo eines 73-Jährigen."

4. Dezember 2017

DHL fährt Express-Pakete mit Lastenrädern aus

Die DHL ist nun auch in Stuttgart mit diesen Lastenrädern unterwegs. Der Witz dabei, man muss nicht den Container befüllen, man kann ihn insgesamt austauschen.

Der Paketdienst der Deutschen Post hat diese Räder Cubicycles genannt. Jeder Container hat die Grundfläche einer Europa-Palette, einen Kubikmeter Volumen und kann 125 kg fassen. Sonnenkollektoren sammeln außerdem Strom für die Akkus.

3. Dezember 2017

Viel hat viel geholfen

Radfahren in Stuttgart ist auf der Plattform Fahrrad.de in der Kategorie Stadtrad auf Platz 1 gewählt worden. 

Vermutlich hauptsächlich von euch, die ihr meinen Blog so fleißig lest und weiterverbreitet. Vielen Dank dafür.

Ich darf jetzt für 200 Euro bei Fahrrad.de einkaufen (Freu!). Drei Premium-Abos von bikemap.net bekomme ich auch. Die möchte ich unter euch, den Leser/innen des Blogs, verlosen. Wie die Verlosung von statten gehen kann, muss ich mir noch überlegen. Für eine Einzelperson ist das nicht so leicht zu organisieren.

2. Dezember 2017

Viele Vier-Räder in der Fußgängerzone

Es herrscht ein irrer Autoverkehr in unseren Fußgängerzonen. Es sind weit mehr Gefährte auf vier Reifen unterwegs als solche auf zwei Rädern. 

Wer möchte eigentlich den Zweiradfahrern  noch einen Vorwurf machen, wenn sie sich langsam durch die Fußgänger schlängeln, angesichts dieses Massenaufgebots von Blech auf vier Rädern? Sprinter, Lastwagen, Postfahrzeuge, Privatautos, Taxis, alles rammelt durch, auch weit nach 11 Uhr, der offiziellen Zeit, innerhalb der Lieferfahrzeuge in die Fußgängerzone dürfen. Die Fotos sind am Donnerstag vor einer Woche innerhalb von zehn Minuten Spaziergang entstanden, und zwar gegen halb zwei.

1. Dezember 2017

Vorsicht, Kinder queren - langsam fahren!

Das Ordnungsamt bittet mich, noch einmal darauf hinzuweisen, dass hinter dem Ferdinand-Leitner-Steg Richtung Schlossplatz Schulkinder queren. 

Es habe mehrere kritische Situationen mit Radfahrenden gegeben. Hier werden deshalb neue Schilder aufgestellt, die zusätzlich zum Piktogramm auf dem schwer sichtbaren Bodenbelag vor Fußgängern warnen und dazu aufrufen, sie zu beachten.

30. November 2017

Verloren zwischen Schildern

Das ist die Münzstraße zwischen Marktplatz und Karlsplatz, die früher mal Fahrradstraße war. Aus der Sporerstraße Richtung Dorotheenquartier gesehen. 

So sah das noch bis zum Beginn des Weihnachtsmarkts aus. Jetzt ist nicht nur die Fahrradstaße in der Münzstraße weg, sondern auch jegliche Erlaubnis für Radler, da tagsüber durchzufahren. Zwischen 23 Uhr und 10 Uhr in der früh dürfen sie es aber noch. Das ist wegen des Weihnachtsmarkts und der vielen Leute. Radfahrer werden Richtung Holzstraße geschickt.
Allerdings sind nun auch die Radf-frei-Schilder abgeschraubt, die bisher das Radeln im Dorotheenquartier erlaubt haben. Das ist jetzt Tabuzone.

28. November 2017

Die große Aufgabe: Winterdienst auf Radwegen und Radstreifen

Wie viel Winterdienst auf Radrouten muss eigentlich sein? In Stuttgart werden etwa 12 km Radanlagen im Winter geräumt und zur Not gestreut (Granulat oder, wo es nicht anders geht, Sole/Salz), aber wir erinnern uns auch an vereiste Stellen  auch auf unseren Hauptradrouten.

Die Grünen im Stuttgarter Stadtrat wollen eine umfassende Winterräumung von Radrouten erreichen. Das wird ordentlich Geld kosten. Um zu wissen, wie viel, habe ich einen Frageantrag an die Verwaltung gestellt. Die Antwort steht noch aus. Die Räumung von Radwegen, so die Auskunft von Bürgermeister Thürnau bei einer Sitzung des UTA (Ausschuss für Umwelt und Technik) kostet pro Kilometer 5.000 Euro.

26. November 2017

Wo Radler Kreativität entfalten

Ob Radampeln und Übergänge radgerecht sind, merkt man daran, wie oft sie regelwidrig genutzt werden.

Ich habe kürzlich eine Stunde am Neckartor gestanden. Da herrscht eine recht kreative Grundstimmung. Es sind doch viele hier an einem Vormittag unterwegs und etwa die Hälfte fährt irgendwie anders als vorgesehen. Kommt man aus dem Schlossgarten, und will man in der Neckarstraße weiterfahren, dann muss man an drei Radampeln warten, was einen  ganzen Umlauf für Autofahrer entspricht.

25. November 2017

Und plötzlich ist der Radweg Holzstraße wieder weg

Würde man eigentlich auf einer Autostraße auf ganzer Breite eine Baustelle aufbauen, ohne vorher eine Umleitung auszuschildern? Bei Radwegen tut man das. 

Die HRR 1 ist auf der Holzstraße zum Fußweg geworden. Gestern Abend bin ich da reingerasselt. Sogar die Radzeichen auf dem Blutstreifen sind sorgfältig ausgeixt.

Radler gefälligst sofort in Luft auflösen! Wir mögen euch sowieso nicht. Und Autofahrer müssen endlich nicht mehr auf diese Scheiß-Radler achten, die hier quer schießen.

Richtung Marktstraße bin ich auf die Autofahrbahn der Holzstraße ausgewichen. Da fährt es sich eh viel besser. Und wenn der Radweg nicht mehr existiert, dann darf ich da ja auch endlich lang radeln. Aber was ist mit denen, die gestern Abend aus der Marktstraße kamen und Richtung Charlottenplatz wollten?

24. November 2017

Benny, das Sesselfahrrad

Cannondale hat mal so ein Liegerrad im Programm gehabt. Das hier habe ich auf einem Betriebsparkplatz gesehen.

Es ist etwas kurios mit seinem Sessel, der erhöhten Kurbel und dem konventionellen Lenker. Man sitzt darin eher wie in einem Fernsehsessel, wo man die Füße hochlegen kann.  Es heißt deshalb auch Sitzfahrrad (etwas kurios, denn sitzen tut man ja auf den normalen Rädern auch) oder auch Cannondale Recumbent oder Cannondale Bent I oder II. Dieses hier hat auch noch einen Elektromotor mit untergehängtem Akku.

Bei Cannondale auf der Seite habe ich solche Räder nicht mehr gefunden, bei anderen Anbietern schon. Allerdings keines, das einen Elektroantrieb hatte. Ich vermute, den hat der Besitzer dieses Fahrrads nachträglich eingebaut.